banner-949932_960_720Liebe Besucher unserer Website,

neulich stieß ich auf die Geschichte von Lina Stahl. Sie war eine Diakonisse, die in einem verschlafenen Örtchen im nördlichen Schwarzwald darum betete, dass Gott Großes bewirken sollte. Die realen Gegebenheiten waren alles andere als verheißungsvoll. Schwester Lina fing dennoch an zu beten und es geschah – nichts!

Das kennen wir vielleicht aus unserem persönlichen Leben auch. Gottes Verheißungen auf der einen Seite und die graue Realität auf der anderen Seite; Gebete, die allem Augenschein zum Trotz gesprochen werden und dann die ernüchternde Erfahrung: Es geschieht nichts. Dann muss man es wohl einsehen, dass Gott es für dieses Mal anders entschieden hat

Die Geschichte von Lina Stahl aber geht noch weiter: Elf (!) Jahre lang lässt sie nicht nach, mit ihrem Gott um Seine Verheißung zu ringen. Denn nach wie vor ist sie sich sicher: Gott hat Großes vor. Und Schwester Lina wird nicht enttäuscht. Gott führt im Jahr 1902 Heinrich Coerper in den Schwarzwald. In Bad Liebenzell entsteht so ein großes weltweit aktives Missionswerk – die Liebenzeller Mission.

Darin liegt für mich das Vorbild von Lina Stahl: Nicht die gegebene Realität und auch nicht die lange Wartezeit, sondern ihr Zutrauen zu Gott sind für ihr Gebet bestimmend gewesen. Weil Gott ihr seine Verheißung eines großen Werkes in Bad Liebenzell nicht genommen hat, blieb sie weiter mit ihm in Gespräch. Weder die lange Zeit des Wartens noch die kritische Nachfrage Anderer brachten sie davon ab.

Das ist es, was ich mir für unsere Gemeinschaften wünsche: anhaltendes Gebet, dass von dem Wunsch beseelt ist, Gottes Willen zu erfahren. Nicht dem, was wir ganz persönlich für realistisch, sinnvoll oder notwendig halten, sondern der leisen Stimme Gottes sollen wir nachgehen.

Welche Menschen könnten aus uns werden, wenn wir dem Willen Gottes folgten – als Einzelne wie auch als Gemeinden und Gemeinschaften!

 

Stefan Heine

 

Zum Buß- und Bettag …