Ein Gebet aus der Bibel: „Ich warte auf den Herrn, mehr als die Wachen auf den Morgen, ja, mehr als die Wachen auf den Morgen.“

(Die Bibel, Buch der Psalmen, Kapitel 130, Vers 6)

winter-598632__340Liebe Besucher unserer Website,

durchwachte Nächte kennen wir wohl alle. Die Gründe dafür sind freilich ganz unterschiedlich: Manchmal haben wir etwas gegessen, das uns nicht gut bekommen ist. Oder wir haben eine Aufgabe, die es uns nicht erlaubt, zu schlafen. Eltern mit kranken Kindern können ein Lied davon singen.

Manchmal ist es auch eine innere Unruhe, die uns den Schlaf raubt: Allein in der Dunkelheit sind wir oft auch allein mit unseren Gedanken; unseren Sorgen und unseren Ängsten. Dinge, die wir getan und auch Dinge, die wir unterlassen haben, stellen uns in Frage. So kommt zu der äußeren Dunkelheit eine Dunkelheit in uns selbst. Wie groß wird da die Sehnsucht nach den hellen Strahlen der Sonne.

Der Beter des Psalms 130 kennt diese innere Nacht, in die er durch seine eigene Schuld gestürzt ist. Aber er kennt auch Den, der die Sonne Seiner Barmherzigkeit über den Menschen immer wieder aufgehen lässt. Nach Gottes Erbarmen sehnen wir Menschen uns – und Gott der Herr erbarmt sich über Seine Geschöpfe. Jeder neue Morgen ist ein Erweis seiner Güte und Treue.

Die Nacht dauert niemals ewig – nicht die äußere und auch nicht die innere. Ewig ist allein Gottes Liebe, die uns einlädt, mit Ihm zu leben: Heute und in Ewigkeit.

Stefan Heine

Bibelwort für den Monat Dezember