Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

(Die Bibel, Buch Hiob, Kapitel 19, Vers 25)

Ein kleiner Junge steht vor einer Operation an seinem Herzen. Die Eltern versuchen, ihn so gut es geht, darauf vorzubereiten. Es wird viel darüber gesprochen und auch dafür gebetet. Hoffen und Bangen liegen ganz eng beieinander. Eines Tages erzählt der Kleine seiner Mutter: „Mama, ich glaube nicht, dass Gott mir bei der Operation helfen wird …“ Der Mutter stockt der Atem: Was soll sie auf ein solches Statement hin auch sagen? Es ist ja auch ihr eigenes Herz keinesfalls über jeden Zweifel erhaben. Aber der Kleine fährt fort: „Ich glaube es nicht – ich WEIß es!“

So ist das mit unserem Glauben und dem, was wir dafür halten: Manchmal eine feste Gewissheit – und manchmal eher ein zweifelndes Bangen. Wir haben unseren Glauben eben nicht an allen 4 Zipfeln. Wir sind immer wieder herausgefordert, zum Glauben mit Gottes Hilfe „durchzudringen“. Und es sind Sternstunden des Vertrauens zum Vater im Himmel, wenn Er trotz aller Fragen und Zweifel neu zum tragenden Grund wird. Wie bei Hiob „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ (Hiob 19,25).

Das Hiobs feste Gewissheit nicht von Dauer ist, lesen wir im weiteren Fortgang der Geschichte. Wer könnte es diesem Leidgeprüften (und denen heutzutage) verübeln? Fest und von Dauer ist aber die Liebe und Treue Gottes. Er lässt sich Hiob nicht aus der Hand reißen – von nichts Bösem und erst recht nicht von DEM Bösen.

Stefan Heine

„Ich glaube nicht …“ – Bibelwort für den Monat November