hand-1917895_960_720Liebe Besucher unserer Website, liebe Christen im Mülsengrund,

es braucht ganz schön Mut, wenn man um Hilfe bitten muss. Schon die Formulierung ist dabei verräterisch: Man MUSS um Hilfe bitten – das heißt doch wohl: Nur, wenn es unvermeidlich geworden ist. Ansonsten versuchen wir Menschen, uns diese Blöße zu ersparen.

Aber was fürchten Menschen – oder auch Gemeinden – wenn sie sich gegenseitig um Hilfe bitten? Einen Gesichtsverlust, weil manches nicht so gut läuft, wie man es sich wünscht oder anderen gegenüber behauptet hat? Dass jemand die Verantwortung übernehmen muss und zum Schuldigen gemacht wird?

Ich kann diese Ängste gut verstehen. Nur stehenbleiben möchte ich dabei nicht. Und so wünsche ich es mir auch für unsere Gemeinden: Mut, um Hilfe zu bitten; Mut, Formen zu verändern; Mut, ehrlich zu sagen, was wir nicht können oder haben.

Ich freue mich darüber, dass die Gemeinschaften und Kirchgemeinden im Mülsengrund auf diesem Weg ganz konkrete Schritte machen. Jeder hat etwas – und jeder braucht etwas. Wie gut, wenn wir nicht ängstlich ein Geheimnis daraus machen, wo wir Hilfe benötigen.

„Wenn ich verstehe, dass Gott über allen Ereignissen steht, dann wird ein Problem zu einer Gelegenheit, dem Herrn zu vertrauen.“ (Bob George). Für unser Miteinander als Christen im Mülsengrund möchte ich sagen: Wo wir verstehen, dass andere zu uns stehen, wird ein Problem zur Gelegenheit, einander zu vertrauen.

Gott segne uns auf unserem gemeinsamen Weg – unser Nebeneinander, unser Miteinander und unser Füreinander!

Ihr und euer Stefan Heine

Vom Mut, etwas NICHT zu können …